Aufschwung in den USA noch nicht selbsttragend

Kategorie: Fonds-News | Datum: 30.08.2010

Frankfurt (BoerseGO.de) - Der Aufschwung in den USA wird weitaus weniger vom Konsum getragen als bisher angenommen. Dies ergibt eine aktuelle Finanzmarktkolumne der Bank Sarasin. Demnach würden jüngste Datenrevisionen zeigen, dass die US-Wirtschaft weitaus fragiler ist und weiterhin von einem schwachen Arbeitsmarkt, geringen Kreditvergaben und instabilen Häuserpreisen geprägt ist.

"Tatsächlich steht der US-Konsument von allen Seiten unter Druck", schreibt die Bank. Damit sich dieser Druck löst, müssten drei Bedingungen erfüllt sein, heißt es weiter. Dazu gehören eine Erholung des Aktienmarktes, der das Einkommen maßgeblich beeinflusst sowie eine Stabilisierung der Häuserpreise und ein Anspringen der Kreditvergabe der Banken. "Da diese drei Bedingungen noch nicht erfüllt sind, ist der Aufschwung bisher nicht selbsttragend. Wie bei einem Fahrrad, bei dem eine zu langsame Fahrt das Risiko des Umfallens erhöht, birgt ein schwaches Konsumwachstum das Risiko einer Rezession", so die Bank.

Die Bank Sarasin geht davon  aus, dass die US-Behörden alles dran setzt, eine erneute Rezession zu verhindern und erwartet daher keinen Double-Dip, sondern lediglich eine Wirtschaftsverlangsamung, wie sie üblicherweise nach starken Aufschwüngen erfolgt.

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

Sebastian Weber,
Redakteur

NEUE Umfrage

Laut Hedge-Fonds-Legende George Soros geht die in der Schuldenkrise von der EU verordnete Sparpolitik genau in die falsche Richtung. Führt Angela Merkel die Eurozone in eine Depression?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

  • Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. -
    Deutsche Börse AG + 15 Min.
  • provided by Teletrader Software AG & vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG
  • The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by Dow Jones & Company, Inc. and have been licensed for use.
  • For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here