Audi: Reich der Mitte wird zum zweiten Heimatmarkt
Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Top-Artikel | Datum: 03.09.2010
Bemerkenswert: Damit hat Audi im Reich der Mitte in diesem Jahr mehr Autos abgesetzt als auf dem deutschen Heimatmarkt. Dem Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zufolge wurden zwischen Januar und August „lediglich“ rund 144.400 neue Ingolstädter Boliden hierzulande zugelassen.
Audi ist schon lange in China präsent und konnte sich durch den frühen Markteintritt eine starke Ausgangsbasis verschaffen. Im Gesamtjahr 2010 sollen in der Volksrepublik den ambitionierten Plänen aus Ingolstadt zufolge weit mehr als 200.000 Autos verkauft werden; 2015 soll dann die Marke von einer Viertelmillion überschritten werden. In den nächsten Jahren will die VW-Tochter in China vor allem in der Oberklasse wachsen und damit stärker mit BMW und Daimler konkurrieren. Für beide Wettbewerber ist China der größte Absatzmarkt für ihre Oberklasse-Modelle. Die Ingolstädter selbst bezeichnen das fernöstliche Reich der Mitte häufig als ihren zweiten Heimatmarkt.
Aufgrund der überwältigenden Nachfrage aus China kämpft Audi derzeit gegen Versorgungsengpässe. "Momentan ist es schwierig, alle Materialien zu bekommen, die wir für die Produktion benötigen", sagte Audi-Einkaufschef Ulf Berkenhagen der "Financial Times Deutschland" am Freitag. "Ende des Jahres erwarte ich, dass alles wieder reibungslos läuft. Bei den Halbleitern kann es eventuell noch etwas länger zu Engpässen kommen." Dennoch habe dies keine nennenswerten Auswirkungen auf die Produktion.
Insgesamt will Audi 2010 als neues Rekordjahr abschließen. Die Bestmarke aus dem Jahr 2008 mit gut einer Million verkauften Wagen soll deutlich übertroffen werden.
Bild: ©www.flickr.com/Strange Ones
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