Frankfurt (BoerseGo.de) - Börsengehandelte Indexprodukte haben auch im Februar einen kräftigen Zufluss von Anlagegeldern verzeichnet. Die weltweiten Nettomittelzuflüsse bei so genannten Exchange Traded Products (ETP), zu denen neben ETFs auch weitere Indexprodukte etwa auf Rohstoffe, Währungen oder Futures zählen, beliefen sich auf 18,4 Milliarden US-Dollar, wie aus dem aktuellen ETP Landscape Report von BlackRock hervorgeht. Seit Jahresanfang legte das von ETPs verwaltete Vermögen um 12,8 Prozent auf insgesamt 1.720 Milliarden US-Dollar zu.
Die Entspannung in der europäischen Staatsschuldenkrise und besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten führten im Februar zu einer erhöhten Risikobereitschaft der Investoren. ETPs auf die Aktienmärte der Schwellenländer konnten infolge dieses Trends erhebliche Nettomittelzuflüsse verzeichnen und im Februar neue Mittel in Höhe von 7,9 Milliarden US-Dollar einsammeln. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Investments auf 14,5 Milliarden US-Dollar. Damit sind die ETPs auf Emerging Markets laut BlackRock so stark in das Jahr gestartet wie nie zuvor. In der zweiten Jahreshälfte 2011 waren bei Schwellenländer-ETPs noch deutliche Mittelabflüsse verzeichnet worden.
Der Trend zu risikoreicheren Anlageklassen führte bei festverzinslichen Wertpapieren zu einer stärkeren Gewichtung von Unternehmensanleihen. In Papiere mit Investment Grade investierten Anleger 3,2 Milliarden US-Dollar, während hochverzinsliche Anleihen Nettozuflüsse von 2,7 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Im Unterschied hierzu zogen Investoren aus Staatsanleihen 2,5 Milliarden US-Dollar ab.
Aktien-ETFs als wichtigste Anlageklasse verzeichneten im Februar einen Nettomittelzufluss von 9,0 Milliarden US-Dollar. In Renten-ETFs flossen 4,4 Milliarden US-Dollar und in börsengehandelte Rohstoffprodukte (ETCs) 3,8 Milliarden US-Dollar.
Oliver Baron,