Aluminiumnachfrage steigt an

Kategorie: Kolumnen Rohstoffe Extern | Datum: 20.01.2011

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Der Preis für Aluminium erlebt zurzeit einen Auftrieb. In den vergangenen Monaten konnte sich der Preis von seinem massiven Verfall, welcher im Jahr 2008 stattfand, wieder erholen. Im Rahmen des allgemeinen Anstiegs der Rohstoffpreise konnte sich Aluminium bereits im neuen Jahr bis auf 2.500,00 US-Dollar je Tonne vorkämpfen, blieb jedoch im Vergleich zu den anderen Industriemetallen zurück.

Im direkten Kontrast zu Kupfer, welches als knapp gilt und dadurch auch hohe Preise verzeichnet, blieb die Preisentwicklung von Aluminium deutlich zurück. Dem Markt für Aluminium muss dauerhaft der Spagat zwischen zyklischem Nachfragewachstum und steigenden Produktionskosten sowie der anhaltenden Angebotssteigerung und hohen Lagerbeständen gelingen. Nach Angaben von Rohstoffanalysten erfolgte in den letzten drei Jahren ein derart hoher Lageraufbau bei Metallbörsen, Produzenten, Händlern sowie Verbrauchern, so dass sich seit Ende 2007 die offiziell gemeldeten Aluminiumbestände der Terminbörsen London Metal Exchange und Shanghai Futures Exchange von etwa 2,7 Millionen auf 6,3 Millionen Tonnen mehr als verdoppelten. Im Hinblick auf eine konstante wirtschaftliche Entwicklung im gegenwärtigen Jahr, wird sich diese Situation jedoch auflösen und der dynamisch wachsenden Nachfrage entgegenkommen. Es könnte zu einer diesjährigen Zunahme um sechs Prozent auf 42 Millionen Tonnen und im Folgejahr zu einer Erhöhung um sieben Prozent auf 45 Millionen Tonnen kommen. Die größten Wachstumsträger könnten hierbei die aufstrebenden Volkswirtschaften Asien und Südamerika sein. Ein weiterer Faktor, welcher den Aluminiumpreis ankurbelt, ist die Substitution von Kupfer. Der wesentlich höhere Kupferpreis drängt die verarbeitenden Industrien dazu, einen Ersatz für das teurere Metall zu finden. So wird Aluminium bereits bei der Herstellung von Wärmetauschern und Klimaanlagen genutzt. Ebenso wird das Industriemetall bereits in der Automobilindustrie für Karosserien, Felgen sowie Kabelbäume verwendet. Allein in diesem Zweig wurden bisher 1,4 Millionen Tonnen Kupfer pro Jahr eingesetzt. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Preise zukünftig noch entwickeln werden.

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Über den Autor:

Andreas Kotula,
Externer Redakteur

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