Der globale Aluminiummarkt wird aufgrund der Stilllegung von Produktionskapazitäten in diesem Jahr voraussichtlich einen geringeren Angebotsüberschuss aufweisen als ursprünglich erwartet. Schätzungen von Sumitomo zufolge, dem drittgrößten japanischen Handelshaus, ist dieses Jahr mit einem Überschuss von 941.000 Tonnen zu rechnen.
Im letzten Jahr waren die Experten noch von einem Wert von 1,61 Millionen Tonnen ausgegangen. Insbesondere stark gestiegene Energiekosten haben die Aluminiumherstellung unrentabel gemacht, was zur Stilllegung von Anlagen beigetragen hat.
Nach Einschätzung des weltweit größten Aluminium-Produzenten UC Rusal könnten die Aluminium-Preise bis Ende Juni 2012 auf bis zu 2.500 US-Dollar je Tonne steigen. Thomson Reuters zitiert im Metals Insider für den heutigen Donnerstag den Vorstand des Konzerns, der an eine Preiserholung in den Bereich von 2.400 bis 2.500 US-Dollar pro Tonne glaubt. Aktuell handelt der Kurs bei 2.213 US-Dollar.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Jens Lüders
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