Düsseldorf (BoerseGo.de) – Die Allianz will der europäischen Schuldenkrise weiterhin trotzen. Vorstandsvorsitzender Michael Diekmann bestätigte daher im Interview mit der „Wirtschaftswoche“ (Wiwo – Ausgabe 52/2011) die Prognose für den operativen Gewinn im Gesamtjahr 2011. Gleichzeitig machte er jedoch auf die Auswirkungen der Schuldenkrise auf den Allianz-Überschuss aufmerksam: „Ins Nettoergebnis fließen Abschreibungen auf unsere Bankenengagements ein, die in den letzten Monaten sehr stark gelitten haben“, sagte der Manager gegenüber dem Wochenmagazin.
Besonders leidet der größte Versicherungskonzern Europas an seiner Beteiligung an der teilverstaatlichten Commerzbank. Der Anteil lag zuletzt zwischen 3 und 5 Prozent. Somit hält die Allianz zwischen 153 und 255 Millionen Commerzbank-Papieren, die seit Ende September um rund ein Drittel im Wert gesunken sind. Das entspricht einem Barverlust von 88 Millionen bis 147 Millionen Euro. Hinzu kommen mehrere Milliarden Euro Beteiligung an der kriselnden Unicredit.
Aber auch schon in den ersten neun Monaten kostete die Schuldenkrise einen Gewinnrückgang um 48 Prozent auf rund 2,05 Milliarden Euro. Operativ fiel das Ergebnis jedoch nur um knapp 4 Prozent auf 5,87 Milliarden Euro. Die derzeitige Prognose für das operative Ergebnis liegt weiterhin bei einem Wert von 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 8,2 Milliarden Euro.
Susanne Schulz
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