Pittsburgh (BoerseGo.de) – Der Aluminiumriese Alcoa ist im vierten Quartal in die Verlustzone abgerutscht. Nach einem Gewinn von 0,24 Dollar je Aktie im Vorjahr berichtete der US-Metallproduzent für sein viertes Quartal einen Verlust von 0,03 Dollar je Aktie, was zugleich 2 Cent unter den Konsensschätzungen der Analysten ausfällt. Der Verlust lässt sich hauptsächlich auf Kosteneinsparungsmaßnahmen wie Werkschließungen zurückführen. Alcoa hatte mit steigenden Rohstoffkosten bei gleichzeitig sinkenden Aluminiumpreisen zu kämpfen. Die Aluminiumpreise notierten im vierten Quartal etwa um 27 Prozent unter dem Hoch des Jahres 2011. Erst in der letzten Woche hatte Alcoa angekündigt, im Rahmen seines Kosteneinsparungsprogramms seine Kapazitäten um zwölf Prozent zu verringern. Der Umsatz stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 6,0 Prozent auf 5,99 Milliarden Dollar, was über den Analystenschätzungen von 5,76 Milliarden Dollar liegt.
Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Alcoa ein Wachstum der Nachfrage nach Aluminium von sieben Prozent. Weiter rechnet der Konzern mit einem weltweiten Mangel bei der Versorgung mit Aluminium. Damit liegt die Prognose für die Aluminiumnachfrage von CEO Klaus Kleinfeld über dem Richtwert von 6,5 Prozent, der für die Einhaltung der Wachstumsprognose des Konzerns für eine Verdoppelung der Aluminiumnachfrage im Zeitraum von 2010 bis 2020 erforderlich wäre. Im Jahr 2011 legte die Nachfrage nach Aluminium um 10,0 Prozent zu nach einem Wachstum von 13 Prozent in 2010. Laut CEO Kleinfeld soll das Wachstum hauptsächlich von der Aluminiumnachfrage aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie angetrieben werden. Aufgrund des breiten Einsatzes von Aluminium wird Alcoa häufig als Frühindikator für die Entwicklung der US-Konjunktur angesehen.
Die Aktie steigt nachbörslich aktuell um 0,5 Prozent auf 9,47 Dollar.
Christian Hoyer,