Pittsburgh (BoerseGo.de) – Der US-Aluminiumriese Alcoa hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Mit einem Überschuss von 0,15 Dollar pro Aktie fiel der Gewinn 7 Cent unter den Konsensschätzungen der Analysten aus. Der Umsatz kletterte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 21,4 Prozent auf 6,42 Milliarden Dollar, was über den Analystenschätzungen von 6,24 Milliarden Dollar liegt.
Ein schwaches Europageschäft und gesunkene Aluminiumpreise waren für den niedrigeren Gewinn verantwortlich. Laut der Konzernführung sind die gefallenen Aluminiumpreise vor allem auf das Wirken von Spekulanten zurückzuführen. "Mit Ausnahme von Europa haben wir in allen unseren Endmärkten ein Wachstum erzielt. Allerdings hat sich das Wachstum gegenüber der ersten Jahreshälfte abgeschwächt, nachdem das Vertrauen in eine Erholung der Weltwirtschaft verblasst ist“, so Konzernchef Klaus Kleinfeld. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verzeichnete Alcoa in den Kernbereichen Luftfahrt- und Automobilindustrie Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent, allerdings trübten sich die Wachstumsraten gegenüber dem Vorquartal ein. Aufgrund des breiten Einsatzes von Aluminium wird Alcoa häufig als Frühindikator für die Entwicklung der US-Konjunktur angesehen.
Der frühere Siemens-Chef bestätigte seine Prognose von einem Wachstum der Aluminiumnachfrage von 12 Prozent für das Geschäftsjahr 2011. Auch geht er weiterhin davon aus, dass sich die Nachfrage nach Aluminium bis zum Jahre 2020 verdoppeln wird. „Alcoa ist in zuversichtliches Unternehmen in einer nervösen Welt. Wie sind gut auf das vorbereitet, was immer uns erwarten möge, wir haben unseren Bargeldbestand erhöht, weniger Schulden und sind weiterhin auf profitables Wachstum fokussiert“, so Kleinfeld.
Die Aktie verliert nachbörslich aktuell 5,0 Prozent auf 9,77 Dollar.
Christian Hoyer,
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