Aktienmärkte liefern gemischtes Bild
Kategorie: boerse-go: Research | Datum: 09.02. 08:54
Für die US-Börsen ging es gestern wieder abwärts, was den Dow Jones auf einem 3-Monatstief und unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Zählern schließen ließ. Der Schlusskurs von 9.908 Punkten war nahezu das Tagestief (9.904 Zähler) was als sogenanntes „closing tail“ gewertet werden kann. Insbesondere Finanzwerte (-2,2 %) zählten zu den größeren Verlierern. Weiter hielten sich Ängste, dass sich die Staatsdefizite einiger Euroländer negativ auswirken könnten. Deutlichere Verkäufe gab es auch in den Bereichen Materials (-1,5 %), Industrials (-1,1 %) und Utilities (-1,1 %). Gewinner waren nicht auszumachen. Die an der NYSE gehandelten Umsätze in Höhe von 1,1 Mrd. fielen moderat aus. Die heute auf der Agenda stehenden US-Konjunkturdaten werden lediglich in geringem Maße Markteinfluss haben. Gleiches gilt auch für die anstehenden Quartalsberichte. U.a. legen Coca Cola (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,67 $ je Aktie vs. 0,71 $ in den Flüsterschätzungen gerechnet), Walt Disney (0,39 $ jeweils), Biogen (1,05 $ jeweils) und NYSE Euronext (0,48 $ vs. 0,51 $) Zahlen vor. Das charttechnische Bild des Dow Jones ist und bleibt angeschlagen, wie der Abwärtskanal verdeutlicht. Zudem ist festzustellen, dass eine Fortsetzungsformation abgeschlossen wurde, aus welcher sich ein Kursziel von 9.700 Zählern herleiten lässt. Das oben bereits erwähnte „closing tail“ verdeutlicht zudem, dass die Bewegungsdynamik auf der Unterseite weiterhin hoch ist.
Angesichts überwiegend positiver Vorgaben startete der Dax freundlich in die neue Handelswoche. Allerdings wäre eine stärkere Gegenbewegung, als Reaktion auf die zuletzt deutlichen Kursverluste, wünschenswert gewesen. Die Tatsache, dass die Aufwärtsreaktion lediglich moderat ausfiel legt die Vermutung nahe, dass der Markt nicht über ausreichend Kraft verfügt, kurzfristig eine nennenswerte „Aufholjagd“ zu starten. Unverkennbar ist, dass die Situation um die „Defizit-Staaten“ weiter Kopfzerbrechen verursacht. Gesucht waren Anteilsscheine von der Deutschen Telekom, Daimler, Fresenius, Salzgitter und Bayer. Auf der Verliererseite waren Werte wie SAP (-2,47 %) (der überraschende Rücktritt von Leo Apotheker hat Spuren hinterlassen), Adidas, BMW, und MAN zu finden. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag fallen tendenziell leicht negativ aus. Lohnenswert erscheint ein Blick auf den Euro, welcher sich aktuell über der 1,37er-Marke stabilisieren kann. Trotz der Tatsache, dass der Dax gestern ein sogenanntes „bullish harami“ ausbilden konnte, ist die technische Situation des Index weiter angeschlagen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Unterstützungszone von 5.433 /5.400 Punkte gerichtet sein. Denn es muss davon ausgegangen werden, dass ein Unterschreiten zu Anschlussverkäufen und damit einer weiteren Ausdehnung der Abwärtsimpulsbewegung führen wird. Die nächste Kurszielmarke würde dann 5.314 bzw. 5.306 (aus der Fortsetzungsformation) für den Dax lauten.
Quelle: Helaba - Landesbank Hessen-Thüringen
Hinweis: Die Angaben auf unseren Publikationen werden von uns sorgfältig geprüft. Dennoch können wir keine Haftung oder Garantie für Vollständigkeit, inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität der Angaben übernehmen. Es handelt sich um unverbindliche Informationen, die ausschließlich Informationszwecken dienen. Sie stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die Ausarbeitungen können eine individuelle Beratung mit weiteren zeitnahen Informationen nicht ersetzen.
Angesichts überwiegend positiver Vorgaben startete der Dax freundlich in die neue Handelswoche. Allerdings wäre eine stärkere Gegenbewegung, als Reaktion auf die zuletzt deutlichen Kursverluste, wünschenswert gewesen. Die Tatsache, dass die Aufwärtsreaktion lediglich moderat ausfiel legt die Vermutung nahe, dass der Markt nicht über ausreichend Kraft verfügt, kurzfristig eine nennenswerte „Aufholjagd“ zu starten. Unverkennbar ist, dass die Situation um die „Defizit-Staaten“ weiter Kopfzerbrechen verursacht. Gesucht waren Anteilsscheine von der Deutschen Telekom, Daimler, Fresenius, Salzgitter und Bayer. Auf der Verliererseite waren Werte wie SAP (-2,47 %) (der überraschende Rücktritt von Leo Apotheker hat Spuren hinterlassen), Adidas, BMW, und MAN zu finden. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag fallen tendenziell leicht negativ aus. Lohnenswert erscheint ein Blick auf den Euro, welcher sich aktuell über der 1,37er-Marke stabilisieren kann. Trotz der Tatsache, dass der Dax gestern ein sogenanntes „bullish harami“ ausbilden konnte, ist die technische Situation des Index weiter angeschlagen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Unterstützungszone von 5.433 /5.400 Punkte gerichtet sein. Denn es muss davon ausgegangen werden, dass ein Unterschreiten zu Anschlussverkäufen und damit einer weiteren Ausdehnung der Abwärtsimpulsbewegung führen wird. Die nächste Kurszielmarke würde dann 5.314 bzw. 5.306 (aus der Fortsetzungsformation) für den Dax lauten.
Quelle: Helaba - Landesbank Hessen-Thüringen
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