ZÜRICH (Dow Jones) - Neue Unsicherheiten bezüglich der Schuldenkrise in Griechenland haben zum Wochenausklang an der Börse in Zürich für Abgaben gesorgt. Der Chef der rechts-populistischen Regierungspartei L.A.OS, Giorgios Karatzaferis, kündigte an, dem mit der EU, der EZB und dem IWF vereinbarten Sparprogramm nicht zuzustimmen. Der SMI reduzierte sich um 0,6 Prozent bzw 39 Punkte auf 6.131. Es wurden 31,58 Millionen Aktien gehandelt, nach 42,56 Millionen Titeln am Donnerstag.
Mit dem Ausscheren Karatzaferis' ist eine der Bedingungen für das zweite Hilfspaket nicht erfüllt. Die Troika besteht darauf, dass sich die Parteien der Koalition verpflichten, auch nach der für April geplanten Parlamentswahl die Sparauflagen zu erfüllen. Rechnerisch steht derzeit aber noch eine klare Mehrheit hinter den Plänen, L.A.OS kommt nur auf 16 von insgesamt 256 Parlamentssitzen in Athen.
Auch das Ergebnis der ersten Umfrage der Universität Michigan zur Stimmung der US-Verbraucher im Februar enttäuschte. Überraschend sank der Index auf 72,5 von 75,0 Punkten im Januar. Volkswirte hatten auch für Februar mit 75,0 Punkten gerechnet.
Stärkster Verlierer waren CS Group mit einem Abschlag von 2,9 Prozent auf 23,64 Franken, nachdem die Papiere bereits am Vortag unter den schwachen Geschäftszahlen der Bank gelitten hatten. Die Titel von Personaldienstleister Adecco gaben um 1,1 Prozent auf 45,80 Franken nach.
Im Bausektor fielen Holcim um 1,8 Prozent auf 56 Franken. Besser als der Gesamtmarkt hielten sich die defensiven Indexschwergewichte Nestle und Novartis. Nestle schlossen unverändert bei 53,65 Franken und Novartis schlossen mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 51,20 Franken.
DJG/ros
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Dow Jones News
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: