ZÜRICH (Dow Jones) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich fester ins Wochenende verabschiedet. Die Aktien zeigten sich schon zu Beginn freundlich und legten in der Folge mehr und mehr zu. Einen Sprung nach oben brachten dann die besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten aus den USA, ehe der schwächer als gedacht ausgefallene ISM-Index gegen Handelsende noch einige Punkte kostete, so ein Händler laut einem Bericht Nachrichtenagentur AWP. Der SMI schloss 1,1% oder 67 Punkte höher bei 6.401. Zum Wochenausklang wurden 54,26 (Donnerstag: 42,85) Mio Aktien umgesetzt.
Die besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten hatten die zuletzt doch sehr nervösen Investoren etwas beruhigt und die Risikoaversion wieder etwas abgeschwächt. Positiv sei vor allem der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft gewesen, hieß es in Marktkreisen, sowie der Umstand, dass die Zahlen aus dem Vormonat nach oben angepasst worden seien.
Die größten Gewinner waren konjunktursensitive Papiere wie Petroplus (+3,4%) und Adecco (+3,2%) sowie die Banken, von denen CS (+3,2%), Julius Bär (+2,1%) und UBS (+1,8%) alle in den vordersten Rängen zu finden waren.
Roche (+1,8%) waren ebenfalls überdurchschnittlich gesucht. Die Titel reagierten positiv auf ein am Morgen angekündigtes Spar- und Effizienzprogramm. Experten kommentierten dieses wohlwollend, wenngleich noch wenig Fakten auf dem Tisch liegen. Diese werden erst Ende Jahr konkretisiert. Über die Implementierung eines solchen Programms wurde bereits seit einiger Zeit spekuliert.
Synthes (+1,6%) hielten sich lange an der Spitze, büßten am Nachmittag aber etwas ein. Das Papier wurde von verschiedenen Spekulationen getrieben. Das Unternehmen verfüge über eine hohe Cash-Position und einen starken Cash-Flow, sagte ein Händler. "Die Auszahlung einer Sonderdividende oder einer Akquisition, worüber am Markt spekuliert wird, ist daher denkbar." Bei den Spekulationen hinsichtlich einer außerordentlichen Ausschüttung an die Anteilseigner sei von bis zu 20 CHF die Rede. Dazu seien die Titel auch von Spekulationen um einen Aktienrückkauf gestützt worden.
Im Bereich des Gesamtmarktes mit einem Plus von gut 1% gingen ZFS, Swiss Re, Swatch oder Actelion aus der Sitzung. Syngenta (+1,0%) hielten sich ebenfalls in etwa mit dem Markt. Die EU-Kommission hat die Prüfung der Übernahme der Sonnenblumensaatgut-Sparte des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durch Syngenta verlängert, was sich aber kaum auf den Kurs auswirkte.
Auf der Verliererseite standen zum Schluss einzig Givaudan (-1,5%), Kühne+Nagel (-1,3%) und Holcim (-0,2%).
DJG/gei/ros
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