Aktien Tokio schließen vor EU-Gipfel schwächer

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 25.10.2011

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TOKIO (Dow Jones) - Die Börse in Tokio hat anfänglich leichte Verluste am Dienstag in der letzten Handelsstunde weiter ausgebaut und schwächer geschlossen. Händler verwiesen auf die Aufwertung des Yen zum Euro im Tagesverlauf sowie auf eine vorsichtige Anlegerhaltung im Vorfeld der nachbörslich zur Veröffentlichung stehenden Canon-Zahlen und des für Mittwoch angesetzten EU-Gipfels. "Es wird auf dem Gipfel nach mehreren Verhandlungsstunden zwar sicherlich irgendetwas beschlossen, es ist jedoch fraglich, ob die Märkte damit zufrieden sein werden", kommentierte ein Analyst. Der Nikkei sackte um 0,9% bzw 82 Punkte auf 8.762 ab, während der breiter aufgestellte Topix mit einem Minus von 1% bzw 8 Punkten bei 748 aus dem Handel ging.

Unter den Einzelwerten sackten Fanuc nach Vorlage von Halbjahreszahlen um 3% auf 12.160 JPY ab. Zwar hätten die Ergebnisse im Rahmen der Markterwartungen gelegen, im Vorfeld der Berichterstattung sei jedoch über mögliche positive Überraschungen spekuliert worden. "Nachdem diese ausgeblieben sind, kommt es zu Gewinnmitnahmen", so ein Analyst. IHI verloren 3,8% auf 178 JPY, nachdem das Unternehmen den Gewinnausblick für das erste Halbjahr gesenkt hatte. NGK Insulators brachen um 23% ein. NGK hat seine Kunden gebeten, wegen eines bisher nicht geklärten Brandes in einer Fabrik vom Gebrauch seiner Batterien abzusehen.

Einige Technologiewerte profitierten unterdessen von positiven Vorgaben der US-Wettbewerber, die am Vortag vor allem von Meldungen über die Übernahme des Service-Unternehmens RightNow durch Oracle gestützt wurden. RightNow bietet cloud-basierte Serviceleistungen an. Tokyo Electron verteuerten sich um 2,8% auf 4.175 JPY und TDK um 3% auf 3.055 JPY.

Komatsu zogen um 3,1% auf 1.833 JPY an und Hitachi Construction Machinery um 2,7% auf 1.433 JPY, angetrieben von starken Quartalszahlen beim US-Wettbewerber Caterpillar und den am Vortag besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerdaten für China. Olympus beendeten die Verlustserie der vergangenen sieben Handelstage und sprangen um 8,2% auf 1.189 JPY. Marktteilnehmer sprachen von Schnäppchenkäufen und Spekulationen, nach denen jetzt die US-Ermittlungsbehörde FBI ungewöhnlich hohe Zahlungen von Olympus an Finanzberater im Zusammenhang mit früheren Übernahmen untersucht.

DJG/DJN/kko

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Bild: ©iStockphoto.com

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