Aktien Tokio schließen sehr schwach - Yen-Aufwertung belastet

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 08.09.2010

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TOKIO (Dow Jones) - Der japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch sehr schwach geschlossen, da der feste Yen die Exportwerte belastete. Der Nikkei-225-Index fiel um 2,2% oder 201 auf 9.025 Punkte. Für den Topix ging es um 1,7% oder 14 auf 821 Punkte abwärts. Der Dollar war auf ein neues 15-Jahres-Hoch bei 83,35 JPY gefallen und auch zum Euro wertete der Yen deutlich auf, was sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit und Ergebnisse von Exportunternehmen auswirkt.

"Wenn der Yen vor dem Hintergrund einer anhaltenden Inaktivität der Regierung weiter aufwertet wird es zunehmende Sorgen geben, dass Unternehmen ihre Ergebnisprognosen deutlich senken müssen", sagte Yutaka Yoshii, General Manager bei Mito Securities. Analysten ergänzten, die Kommentare von Finanzminister Yoshihiko Noda, dass die Regierung wenn nötig "entscheidende" Schritte gegen die Aufwertung des Yen unternehmen wird, hätten bei den Anlegern wenig Erleichterung hervorgerufen.

Der Aktienstratege Yutaka Shiraki von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities berichtete von Ängsten, dass der Yen nun "dramatisch aufwertet" und hält es für möglich, dass der Dollar unter 80 JPY fällt. Er erwartet, dass die Märkte dies weiter versuchen werden bis es zu einer Intervention am Devisenmarkt kommt. Olympus fielen wegen der Yen-Aufwertung um 3,7% auf 2.105 JPY und Mazda Motor um 3,1% auf 185 JPY.

Bankenaktien wurden von wiedererwachten Sorgen um den europäischen Bankensektor belastet. Auch die bevorstehende Veröffentlichung der neuen, "Basel III" genannten Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute sorgten für Vorsicht bei den Anlegern, heißt es. Das "Wall Street Journal", berichtet, dass die Eigenkapitalanforderungen strenger sein könnten als bislang erwartet. Nomura Holdings fielen um 3,1% auf 464 JPY und Credit Saison um 5,7% auf 1.055 JPY.

All Nippon Airways schlossen unverändert mit 313 JPY und zeigten sich damit fester als der Gesamtmarkt nachdem "Nikkei" über einen Anstieg der Passagierzahlen bei der Fluggesellschaft im Juli berichtet hat.

DJG/DJN/gei

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Bild: ©iStockphoto.com

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