Aktien Tokio schließen leichter - Stahlwerte sehr fest

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 07.09.2010

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TOKIO (Dow Jones) - Nach vier Handelstagen in Folge mit Kursgewinnen, haben die Indizes an der Börse in Tokio am Dienstag im Minus geschlossen. Für den Nikkei-225-Index ging es um 0,8% bzw 75 Punkte nach unten auf 9.226, während der Topix 0,5% bzw 4 Zähler abgab auf 835. Während auf der einen Seite Gewinnmitnahmen und der zu Dollar und Euro unverändert starke Yen für Kursverluste insbesondere im exportsensitiven Technologiebereich gesorgt hätten, hätten auf der anderen Seite Kursgewinne bei Aktien aus dem Stahlsektor das Indexminus begrenzt, hieß es.

Hintergrund sei unter anderem das von US-Präsident Obama angekündigte Infrastrukturprogramm im Volumen von 50 Mrd USD. Die Ankündigung werde in Zeiten konjunktureller Sorgen an den Märkten gerne gehört, so Marktteilnehmer. Kaum eine Rolle gespielt hätten die im Handelsverlauf noch bekanntgewordenen Aussagen der japanischen Notenbank, am 0,1%-Zinsniveau festzuhalten und die Einschätzung der konjunkturellen Lage im September unverändert zu lassen. Spannender werde, ob die Notenbank in den begleitenden Kommentaren nach Börsenschluss eine mögliche weitere Lockerung der Geldpolitik thematisiere, sagte ein Analyst.

Im Stahlsektor gewannen JFE Holdings 2,4% auf 2.695 JPY und Nippon Steel 2,4% auf 297 JPY. Einer Analyse von Nomura Securities zufolge könnte sich der Anstieg der Stahlpreise in China nach einem Produktionsstopp in der Provinz Hebei auch für die japanischen Unternehmen als günstig erweisen.

Größere Kursbewegungen gab es bei Aktien, die vom Umbau des Nikkei-225 per 28. September bzw 1. Oktober betroffen sind. Clarion rutschten um 9,2% ab auf 157 JPY, während Mitsubishi Rayon 0,9% auf 334 JPY gewannen. Beide Werte fallen aus dem Index heraus. Die Aufsteiger Nippon Electric Glass (+1,4% auf 1.080 JPY) und Tokyo Tatemono (+2,6% auf 317 JPY) legten dagegen deutlicher zu.

Taiko Pharmaceutical schossen um knapp 29% nach oben auf 1.337 JPY, nachdem sich erstmals in Japan ein Mensch mit einem mehrfach resistenten Bakterium infiziert hat. Taiko verfüge möglicherweise über einen Sterilisator, der auch bei solchen Bakterien wirksam sei, hieß es zu Begründung für das starke Kaufinteresse.

Takeda Pharmaceutical profitierten unterdessen nicht von einer Empfehlung in einem Magazin, das Diabetes-Präparat "Avandia" von GlaxoSmithKline vom Markt zu nehme. Dass Takeda hier mit "Actos" über eine Alternative verfüge, sei bereits seit längerem eingepreist, hieß es. Takeda gaben um 0,1% nach auf 3.970 JPY.

Das angekündigte Infrastrukturprogramm in den USA sorgte für Wachstumsfantasie bei Titeln aus dem Eisenbahnsektor. Kinki Sharyo zogen um 3,1% an auf 396 JPY und Nippon Sharyo um 4,1% auf 407 JPY.

Von einer Hochstufung durch Daiwa Securities Capital Markets auf "Buy" profitierten Mitsubishi Chemical Holdings. Sie verteuerten sich um 1,7% auf 426 JPY.

DJG/DJN/gos

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Bild: ©iStockphoto.com

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