SEOUL (Dow Jones) - Belastet von Gewinnmitnahmen im Technologiesektor hat die Börse in Seoul am Mittwoch schwach geschlossen. Der Kospi sank um 1,3% oder 23 Punkte auf 1.758. Anleger hätten sich vor der Zinsentscheidung der südkoreanischen Notenbank und dem Verfall von Optionen am Donnerstag bedeckt gehalten, hieß es im Handel. "Die Stimmung am Markt hängt ganz entscheidend von der morgigen Zinsentscheidung ab", sagte ein Analyst. Wenig Unterstützung lieferten zudem die Aussagen der US-Notenbank: "Die Fed hat deutlich gemacht, dass sie nicht tatenlos zusehe, wie die US-Wirtschaft in eine Deflation abgleite. Allerdings steigen auch bei der Fed die Sorgen hinsichtlich des Wirtschaftswachstums", ergänzte ein weiterer Analyst.
Aktien aus den Sektoren Technologie, Schiffsbau und Automobil führten das Tableau der Verlierer an: Samsung Electronics fielen um 1,8% auf 779.000 KRW und Hynix Semiconductor stürzten um 6,2% auf 21.200 KRW ab. Samsung Heavy Industries büßten 0,8% auf 25.950 KRW ein. Die Aktien von Hyundai Heavy Industries drehten ins Minus und gaben letztlich 1,6% auf 284.000 KRW ab. Zunächst hatte ein 700 Mio USD schwerer Auftrag für eine Solarfabrik und die Nachricht, dass der Konzern 70% an Hyundai Oilbank für 2,573 Bill KRW übernehmen will, für Aufschläge gesorgt.
Ssangyong Motor brachen derweil um 14,8% auf 12.950 KRW ein, nachdem die südkoreanische Beteiligungsgesellschaft Seoul Invest und ein von Renault angeführtes Konsortium aus dem Bieterverfahren für den in Schieflage geratenen Automobilhersteller ausgestiegen waren. Laut Analysten lagen die finanziellen Vorstellungen für eine Mehrheitsbeteiligung zu weit auseinander. Kreise berichten unterdessen, dass die indischen Gesellschaften Mahindra & Mahindra und Ruia Group Gebote eingereicht hätten. Auch Daewoo Bus soll Interesse an einer Übernahme haben.
DJG/DJN/flf
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