Aktie im Fokus: Analysten uneinig über Bayer-Titel
Kategorie: Analysen: DAX, TecDAX, MDAX, EUROSTOXX | Top-Artikel | Datum: 28.10.2009
München (BoerseGo.de) – Bayer hat gestern seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Wie das Ergebnis zu bewerten ist – darüber sind sich die Analysten offenbar uneinig. Denn ihre Einstufungen reichen von „Verkaufen“ bis „Kaufen“. Auch beim Kursziel gehen die Schätzungen auseinander. Die Analysten der Nord LB beziffern den inneren Wert der Aktie mit 40 Euro, ihre Kollegen des Bankhauses Lampe schätzen auf 54 Euro – sie liegen damit 50 Cent unter dem Kursziel der Commerzbank-Analysten und einen Euro unter dem ihrer Kollegen von Credit Suisse.
Für „Verkaufen“ votieren die Analysten von Merck Finck & Co und ihre Kollegen von der Nord LB – und das, obwohl, auch sie in dem Zahlenwerk Verbesserungen sehen. Die Analysten der Nord LB heben sogar ihre Schätzungen für das bereinigte EBITDA „aufgrund der besser als erwarteten Entwicklung bei MaterialScience und HealthCare“ für 2009 um rund 100 Millionen Euro an. Ihr Anlageurteil begründen sie, wie folgt: „Das Anlageurteil bleibt aufgrund der ambitionierten Bewertung, die deutlich über der der Peer-Group liegt, bei ,Verkaufen‘.“ Auch die Analysten von Merck Finck & Co äußern sich positiv. Die EBITDA-Marge sei eine erfreuliche Überraschung gewesen. Allerdings sei die Entwicklung in der Sparte CropScience enttäuschend gewesen. Verkäufe und Nettoeinkommen hätten unter den Erwartungen gelegen. „Wir wiederholen unser Rating, weil wir erstens die Bewertung von Bayer als zu hoch erachten, zweitens glauben, dass die Entwicklung von Xarelto das Potenzial für eine negative Überraschung hat und drittens, dass MaterialScience wahrscheinlich weiterhin unter der weltweiten Überkapazität leidet“, begründen die Analysten von Merck Finck & Co ihre Verkaufsempfehlung.
Die Analysten der Commerzbank empfehlen dagegen, den Bayer-Titel zu akkumulieren statt zu kaufen. Ein Grund für die Abstufung sei, dass sich die Aktie kürzlich gut entwickelt habe. Wegen „eines starken dritten Quartals für MaterialScience und einer besseren Profitabilität bei HealthCare“ hätten sie ihre Schätzungen für das angepasste EBITDA verbessert. Sie gehen davon aus, dass Bayer seine Guidance für 2009 erreichen werde.
Anders als ihre Kollegen von der Commerzbank, glauben die Analysten der Credit Suisse, dass die Aktie noch ein weiteres Aufwärtspotenzial hat – trotz der starken Rally im Sommer. Das Pharma- und Consumer-Business entwickelten sich weiterhin gut. Die Erholung von Material Sciences verläuft schneller, als die Credit-Suisse-Analysten angenommen hatten, und die Sparte Crop Sciences sollte ihrer Ansicht nach trotz eines schwachen Quartals von den sich verbessernden Marktkonditionen profitieren. Ihre Anlageempfehlung lautet deswegen „Outperform“.
Für „Kaufen“ plädieren die Analysten des Bankhauses Lampe. „Positiv werten wir, dass die Konzern-Nettoverschuldung weiter in Richtung zehn Milliarden Euro abgebaut werden konnte“, schreiben sie. Der Bereich HealthCare weise wieder eine gute Umsatz- und Ertragsentwicklung aus. Im Segment Pharmaceuticals stachen insbesondere das Krebspräparat Nexavar mit erneut deutlichem Zuwachs und im Segment Consumer Health das Schmerzmittel Aleve/naproxen sowie Bepanthen/Bepanthol aber auch die Contour-Produkte hervor. „Positiv zu werten ist auch die Verbesserung gegenüber dem schwachen Q2/09 im Bereich Material Science. Zwar lagen Umsatz und Ertrag erwartungsgemäß noch deutlich unter dem Q3/08 jedoch konnte das EBITDA gegenüber Q2/09 von 121 Millionen Euro auf nun 238 Millionen Euro fast verdoppelt werden“, erläutern sie. Dazu habe wesentlich die gestiegene Nachfrage im asiatischen Raum beigetragen. „Wegen der üblichen Saisonalität ist in Q4/09 zwar mit einem EBITDA unter Q3/09-Niveau zu rechnen, aber immer noch über dem Niveau von Q4/08“, schätzen sie. Die Ergebnisse im Bereich Crop Science haben ihrer Ansicht nach der Gewinnwarnung vom September nicht überrascht. Grund für das schwache Ergebnis seien niedrigere Getreidepreise und ungünstige Wetterbedingungen gewesen.
Für „Verkaufen“ votieren die Analysten von Merck Finck & Co und ihre Kollegen von der Nord LB – und das, obwohl, auch sie in dem Zahlenwerk Verbesserungen sehen. Die Analysten der Nord LB heben sogar ihre Schätzungen für das bereinigte EBITDA „aufgrund der besser als erwarteten Entwicklung bei MaterialScience und HealthCare“ für 2009 um rund 100 Millionen Euro an. Ihr Anlageurteil begründen sie, wie folgt: „Das Anlageurteil bleibt aufgrund der ambitionierten Bewertung, die deutlich über der der Peer-Group liegt, bei ,Verkaufen‘.“ Auch die Analysten von Merck Finck & Co äußern sich positiv. Die EBITDA-Marge sei eine erfreuliche Überraschung gewesen. Allerdings sei die Entwicklung in der Sparte CropScience enttäuschend gewesen. Verkäufe und Nettoeinkommen hätten unter den Erwartungen gelegen. „Wir wiederholen unser Rating, weil wir erstens die Bewertung von Bayer als zu hoch erachten, zweitens glauben, dass die Entwicklung von Xarelto das Potenzial für eine negative Überraschung hat und drittens, dass MaterialScience wahrscheinlich weiterhin unter der weltweiten Überkapazität leidet“, begründen die Analysten von Merck Finck & Co ihre Verkaufsempfehlung.
Die Analysten der Commerzbank empfehlen dagegen, den Bayer-Titel zu akkumulieren statt zu kaufen. Ein Grund für die Abstufung sei, dass sich die Aktie kürzlich gut entwickelt habe. Wegen „eines starken dritten Quartals für MaterialScience und einer besseren Profitabilität bei HealthCare“ hätten sie ihre Schätzungen für das angepasste EBITDA verbessert. Sie gehen davon aus, dass Bayer seine Guidance für 2009 erreichen werde.
Anders als ihre Kollegen von der Commerzbank, glauben die Analysten der Credit Suisse, dass die Aktie noch ein weiteres Aufwärtspotenzial hat – trotz der starken Rally im Sommer. Das Pharma- und Consumer-Business entwickelten sich weiterhin gut. Die Erholung von Material Sciences verläuft schneller, als die Credit-Suisse-Analysten angenommen hatten, und die Sparte Crop Sciences sollte ihrer Ansicht nach trotz eines schwachen Quartals von den sich verbessernden Marktkonditionen profitieren. Ihre Anlageempfehlung lautet deswegen „Outperform“.
Für „Kaufen“ plädieren die Analysten des Bankhauses Lampe. „Positiv werten wir, dass die Konzern-Nettoverschuldung weiter in Richtung zehn Milliarden Euro abgebaut werden konnte“, schreiben sie. Der Bereich HealthCare weise wieder eine gute Umsatz- und Ertragsentwicklung aus. Im Segment Pharmaceuticals stachen insbesondere das Krebspräparat Nexavar mit erneut deutlichem Zuwachs und im Segment Consumer Health das Schmerzmittel Aleve/naproxen sowie Bepanthen/Bepanthol aber auch die Contour-Produkte hervor. „Positiv zu werten ist auch die Verbesserung gegenüber dem schwachen Q2/09 im Bereich Material Science. Zwar lagen Umsatz und Ertrag erwartungsgemäß noch deutlich unter dem Q3/08 jedoch konnte das EBITDA gegenüber Q2/09 von 121 Millionen Euro auf nun 238 Millionen Euro fast verdoppelt werden“, erläutern sie. Dazu habe wesentlich die gestiegene Nachfrage im asiatischen Raum beigetragen. „Wegen der üblichen Saisonalität ist in Q4/09 zwar mit einem EBITDA unter Q3/09-Niveau zu rechnen, aber immer noch über dem Niveau von Q4/08“, schätzen sie. Die Ergebnisse im Bereich Crop Science haben ihrer Ansicht nach der Gewinnwarnung vom September nicht überrascht. Grund für das schwache Ergebnis seien niedrigere Getreidepreise und ungünstige Wetterbedingungen gewesen.
Bild: ©www.presse.bayer.de
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